Die 13 wichtigsten Statements zum Deutschlandbesuch von Xi Jinping

Was während Xi Jinpings Deutschlandbesuch wichtig war, erfährt man am besten von den Beteiligten selbst. Wir haben für euch die wichtigsten Aussagen noch einmal zusammengefasst.

Chinas Staatspräsident Xi Jinping mit Ehefrau Peng Liyuan

Staatspräsident Xi Jinping und Ehefrau Peng Liyuan (Archiv) / Foto: Angélica Rivera de Peña (Flickr)

Xi Jinping über den Status Quo: “[Angela Merkel und ich] vertraten beide die Ansicht, dass das gegenseitige politische Vertrauen, die konkrete Zusammenarbeit und der gesellschaftliche und kulturelle Austausch zwischen unseren beiden Seiten wirklich auf Rekordhöhe sind.”

Angela Merkel ehrgeizige Ziele: “Wir besiegeln mit diesem Besuch eine umfassende strategische Partnerschaft.”

Xi Jinping über Freundschaft: “Liebe Freunde, …” (mehrmals)

Angela Merkel über Menschenrechte: “Ich habe von meiner Seite aus deutlich gemacht, dass in einer Gesellschaft wie der chinesischen, aber auch der deutschen, […] die breite und freie Meinungsäußerung ein ganz wichtiges Element ist, um die Kreativität einer Gesellschaft voranzubringen, sei es in Forschung, Kultur oder bei der Zivilgesellschaft.”

Xi Jinping über Respekt: “Freundschaft gründet auf Respekt, Vertrauen und Toleranz, und das gilt auch für den Umgang von Staaten. Wovon wir derzeit für eine umfassende Vertiefung der chinesisch-deutschen Beziehungen noch mehr brauchen, sind nicht Gemeinsamkeiten bei den Interessen oder gemeinsame Ziele, sondern Mut, Aufgeschlossenheit und Weitblick. […] Lasst uns unsere Differenzen in einem Dialog auf Augenhöhe und mittels freundschaftlicher Konsultationen ansprechen und von einer noch höheren Warte aus und mit Weitblick eine Blaupause für die Entwicklung unserer Beziehungen entwerfen.”

Angela Merkel über Innovation: “Ich bin gern auf den Vorschlag des chinesischen Staatspräsidenten eingegangen, 2015 zum Jahr der Innovationskooperation zwischen Deutschland und China zu machen. Hier gibt es die Möglichkeit, dass wir China einladen, als Gastland an der CeBIT 2015 teilzunehmen.”

Xi Jinping über schwer zu übersetzende deutsche Sprichwörter: “Es gibt ein deutsches Sprichwort: Wird Einzelarbeit addiert, wird Zusammenarbeit multipliziert, dann können wir im engen Schulterschluss einen noch größeren Kuchen für unsere Zusammenarbeit backen.”

Angela Merkel über Frankfurt und den Yuan: “Wir freuen uns, dass wir heute ein Abkommen zur Installation einer Clearing Bank und damit zum Ausgangspunkt eines Renminbi-Offshore-Zentrums in Frankfurt unterzeichnen konnten.”

Angela Merkel über ein mögliches Freihandelsabkommen: “Wir haben auch darüber geredet, dass sich Deutschland dafür einsetzen wird, dass das Investitionsabkommen zwischen der EU und China schnell abgeschlossen werden kann, was auch ein Vorläufer für ein zukünftiges Freihandelsabkommen sein kann.”

Xi Jinping über Misstrauen: “Angesichts der zunehmenden Größe Chinas gibt es auch Personen, die sich Sorgen machen. Es gibt Personen, die China immer durch eine gefärbte Brille betrachten. Außerdem gibt es Leute, die in einem sich entwickelnden China immer eine Bedrohung sehen. Und manche versuchen sogar, China als einen gefährlichen Mephisto abzustempeln.”

Xi Jinping über Frieden: “China geht unbeirrt den friedlichen Entwicklungsweg. […] Das chinesische Volk liebt den Frieden.  […] Die 5.000 Jahre alte chinesische Kultur ist seit jeher eine Friedenskultur. Sie ist eine Kultur, die Frieden ganz groß schreibt. Das Streben nach Frieden, Eintracht und Harmonie ist uns Chinesen in Fleisch und Blut übergegangen.”

Xi Jinping über Frieden II: “Wir streben nicht nach Vorherrschaft oder Expansion.”

Xi Jinping über Abhängigkeit: “Für China wie für Deutschland, die beide globale Handels- und Wirtschaftsmächte sind, ist das andere Land bereits Teil der eigenen Entwicklung, sie sind füreinander unverzichtbar.  […] In ihrem Kern dient die chinesisch-deutsche Zusammenarbeit der nationalen Entwicklung der beiden Länder und der Verbesserung der Lebensbedingungen ihrer Bevölkerung. Für die Zukunft der chinesisch-deutschen Zusammenarbeit wird entscheidend sein, ob sie den Menschen in beiden Ländern konkreten Nutzen bringt.”