Amnesty Bericht: tausende Hinrichtungen in China

China führt auch im Jahr 2013 die Rangliste mit den meisten Hinrichtungen weltweit an. Mit tausenden Exekutionen weist die Volksrepublik mehr Opfer auf als alle anderen Länder zusammen.

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China ist das Land der Superlative – und nicht nur der positiven. Mit tausenden Hinrichtungen rangiert die Volksrepublik auch 2013 einsam an der Spitze der Staaten mit den meisten Exekutionen. Selbst gemessen an der Größe Chinas erscheinen die Zahlen unverhältnismäßig. Das ergab der jährliche Bericht von Amnesty International.

Genaue Zahlen zur Todesstrafe bleiben weiter unbekannt, weil sie in China als Staatsgeheimnis gelten. Den Angaben der chinesischen Regierung, die Anwendung der Todesstrafe sei seit 2007 rückläufig, will Amnesty International nicht vertrauen. Bekannt ist jedoch, auf welche Weise Menschen in China hingerichtet werden. Die Exekutionen erfolgen entweder durch die Giftspritze oder Erschießung. Öffentliche Hinrichtungen finden im Reich der Mitte nicht statt – anders als in Nordkorea, Somalia, Iran oder Saudi-Arabien.

Besonders problematisch ist die Situation in China deshalb, weil die Todesstrafe in vielen Fällen nach Verfahren verhängt wird, die nicht den Rechtsstandards für einen fairen Prozess entsprechen. Darüber hinaus wurden Menschen zum Tode verurteilt, obwohl sie nicht vorsätzlich Menschen töteten – unter anderem bei Drogendelikten und Wirtschaftsverbrechen.

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Text: Adrian Kummer / Abbildungen: Amnesty International