Die 10 schönsten Naturparks in China

China bietet eine Menge Möglichkeiten für Ausflüge in die Natur. Ob feuchter Regenwald, trockene Wüsten, Berglandschaften oder glasklare Seen – im Reich der Mitte findet ihr einen erholsamen Kontrast zu den Großstädten des Landes.

Naturparks in China

Die schönsten chinesischen Naturparks (zum Vergrößern bitte anklicken) / Abbildung: China Tours

Huangshan Gebirge

Huangshan-Gebirge

Das Huangshan Gebirge / Foto: toehk (Flickr)

Das Huangshan Gebirge in der Provinz Anhui trägt seinen Namen zu Ehren des Gelben Kaisers, dem mythischen Gründungsvater Chinas. Das Gebirge gilt als das schönste Gebirge Chinas. Nach Regenfällen, wenn sich der Nebel aus dem Tal erhebt, schweben die verschieden geformten Gipfel des Gebirges, wie kleine Inseln in einem Wolkenmeer. Besonders zum Sonnenuntergang erstrahlt es in allen Farben. Zudem gibt es jede Menge bezeichnende Kiefern, die zwischen den Felsen Wurzeln schlagen.

Tipp: Fahrt erst mittags mit der Seilbahn nach oben, so vermeidet ihr lange Wartezeiten. Es lohnt sich auf dem Berg zu übernachten und am nächsten Morgen wieder herunter zu fahren, entgegen den Touristenströmen.

 

Wulingyuan Nationalpark

Das Tianzi-Gebirge in Hunan

Das Tianzi Gebirge im Wulingyuan Nationalparkt / Foto: Michael Yamashita

Die berühmte Avatar-Landschaft mitsamt den Halleluja Felsen befindet sich im Wulingyuan Park der Provinz Hunan, in der Nähe der Stadt Zhangjiajie. Die bis zu 200 Meter hohen Sandsteinpfeiler prägen diese Gegend in vielfältigen Formen und Gestalten, umgeben von dichten Urwäldern. Huangshizhai ist eine Aussichtsterrasse, die einen gemütlichen Rundgang ermöglicht mit Aussichten in die Tiefe.

Direkt in der Stadt Zhangjiajie, befindet sich ein weiterer eindrucksvoller Berg, der Tian’men Shan. Der Berg ist nach einem großen Loch im Berg benannt. Durch Kunstflieger, die dort vor einigen Jahren hindurch geflogen sind, wurde es erst richtig berühmt. Es wird auch das Tor des Himmels genannt. Über schwindelerregende 99 Windungen führt zum Fuße dieser Höhle eine Straße. Wer sich das lieber aus luftiger Höhe ansehen möchte, schwebt mit der längsten Seilbahn der Welt knapp 7,5 Kilometer hinweg über Häuser und Felder vorbei an der Höhle bis zum Gipfel des Berges. Oben angekommen gibt es Wanderwege direkt am Abgrund, Hängebrücken sowie einen Glaspfad mit durchsichtigem Boden.

Tipp: Für den weitläufigen Nationalpark solltet ihr euch ausreichend Zeit nehmen. Das Eintrittsticket ist für drei Tage gültig und es gibt Busse, die euch wahlweise zum Zhangjiajie Eingang oder zum Wulingyuan Eingang bringen.

 

Tigersprungschlucht

Sonnenaufgang in der Tigersprungschlucht

Sonnenaufgang in der Tigersprungschlucht / Foto: 21China

Das Flussbett des Yangtze ist in der Provinz Yunnan in der Tigersprungschlucht besonders tief gegraben. Die tiefste Schlucht der Welt geht bis zu 4.000 Meter hinab in den Abgrund. Ihr engster Punkt, mit einer Breite von etwa 25 Metern, soll der Legende nach einst von einem Tiger übersprungen worden sein, woher auch ihr Name stammt. Die Schlucht erstreckt sich über 18 Kilometer vom Jadedrachen Schneeberg in Lijiang bis hin zum Haba Schneegebirge in Shangri-La. Eine Reihe schneebedeckter Himalaya Ausläufer grenzt direkt daran an.

Diese Wanderung ist ein besonderes Erlebnis, da man selten beim Wandern den anderen Bergen so nah sein kann. Der Pfad auf dem Höhenweg beginnt in Qiaotou und endet im Wallnussgarten. Hat man erst die anstrengende Etappe der 28 Kurven geschafft, wird man mit einem einzigartigen Ausblick belohnt. In der Mitte der Wanderstrecke gibt es einige gemütliche Gasthäuser, die zum Verweilen einladen.

Tipp: Man sollte eine Wanderung in den kühleren Monaten wie November machen, denn die Strecke ist zum Teil sehr steil und mühselig und man ist in den Sommermonaten den ganzen Tag der direkten Sonne ausgesetzt.

 

Changbaishan National Nature Reserve

Der Vulkansee von Changbaishan

Der Vulkansee von Changbaishan / Foto: Sabtir Singh (Flickr)

Das größte Naturschutzgebiet Chinas ist mit 1.900 Quadratkilometern Changbaishan. Es liegt direkt auf der Grenze zu Nordkorea und ein Teil des Gebiets befindet sich in der chinesischen Provinz Jilin. Der Berg erscheint selbst im Sommer ohne Schneespitze weiß, was seinen Namen immerweißer Berg begründet. Aus dem Himmelssee am Fuße des Baitou Bergs entspringen die drei Flüsse Songhua, Tumen und Yalü. Der durch mehrfache Vulkanausbrüche entstandene Vulkansee gilt als die natürliche Grenze zwischen China und Nordkorea. Hier findet sich eine artenreiche Flora und Fauna, die von Pflanzen der traditionellen chinesischen Medizin bis hin zum sibirischen Tiger reicht.

Tipp: Changbaishan ist auch eine tolle Umgebung für den Wintersport.

 

Huanglongsi Nationalpark

See in Jiuzhaigou

Seen in Jiuzhaigou / Foto: Bianca’s (Flickr)

Das Neundörfertal Jiuzhaigou bietet eine tolle Gebirgslandschaft mit kristallklaren und wunderschön bunt gefärbten Alpinseen, Urwäldern sowie neun tibetischen Dörfern, denen die Gegend ihren Namen verdankt. In der schmalen Schlucht befinden sich zahlreiche große und kleine Seen. Die Seen werden durch zahlreiche Wasserfälle und Bäche miteinander verbunden, unter ihnen ist auch mit 320 Metern der breiteste Wasserfall Chinas.

Tipp: Abseits von den Busstopps im Jiuzhaigou Nationalpark findet man auf den etwas weitreichenderen Wanderwegen rund um die Seen nur wenige Touristen.

Ein Stückchen höher befindet sich das Huanglong Hochtal des Gelben Drachen auf etwa 4.000 Metern Höhe. Umgeben von Schneebergen und Wäldern, wandert man hinauf zum Tempel. Es geht vorbei an türkisblauen Kalksinterterrassen, entlang eines 3.600 Meter langen Felsens, der mit einer milchgelblichen Schicht überzogen ist. Die Gestalt der Landschaft erinnert an einen riesigen Drachen, der sich hier niederließ. Diese zwei schönen Parks befinden sich in der südwestlichen Provinz Sichuan.

Tipp: Sucht euch eine tibetische Gastfamilie für die Übernachtung, um mehr über die tibetische Kultur und Lebensweise zu erfahren.

 

Shunan Zhuhai Nationalpark

Bambuswald in Sichuan

Bambuswald in Sichuan / Foto: darever (Flickr)

Das Bambusmeer in Südsichuan ist die grüne Seele Chinas. Der Film Tiger & Dragon wurde hier gedreht und hinterließ nicht zuletzt aufgrund seiner schönen Bambuslandschaft einen positiven Eindruck bei den Zuschauern. Sobald man den Park betritt, befindet man sich in einem Meer aus grünem Bambus mit Flüssen und Bergen. Der Bambus bedeckt mehr als 500 Hügel die zwischen 600 und 1.000 Meter hoch sind. Eine Seilbahn ermöglicht einen Blick aus der Vogelperspektive. Auf den Wanderwegen durch den Bambuswald kann man Wasserfälle und ruhige Bächlein sowie Tempel, die am Abgrund der Berge imponieren, entdecken. Man kann außerdem mit einem Bambusfloß über einen der Seen fahren. Schon seit Jahrtausenden werden hier uralte Bambusarten angebaut und kultiviert.

Tipp: Probiert das einheimische Essen, das ein Bambusbankett, Bambussprösslinge und Bambuspilze umfasst.

 

Huangguoshu Wasserfall

Der Huangguoshu Wasserfall

Der Huangguoshu Wasserfall / Foto: Ken Marshall (Flickr)

Der Huangguoshu ist mit einer Höhe von 74 Metern und einer Breite von 100 Metern der mächtigste Wasserfall in China und liegt in der Provinz Guizhou in der Nähe der Stadt Anshun. Das Wasser stürzt tosend in die Tiefe und formt daraufhin das Nashorn Becken, bevor es weitere sechs Meter hinab geht über eine weitere Felsstufen. Hinter dem rauschenden Wasserfall gibt es an der Felswand ein Höhlensystem. In diese Höhle gelangt man hinter einem Vorhang strömenden Wassers von einer Seite des Wasserfalls zur anderen. Die ganze Pracht des imposanten Wasserfalls kann man aus etwas weiterer Entfernung vom unteren Ende betrachten. Der Huangguoshu ist nur ein Vertreter einer ganzen Wasserfall-Familie in dieser Region, die sich in den Baishui Fluss ergießen.

Tipp: Während der Regenzeit in den Monaten Juli und August führt der Wasserfall besonders viel Wasser und bietet ein umso schöneres Naturspektakel.

 

Tianshan Tianchi Naturreservat

Tianshan-Gebirg in Xinjiang

Tianshan Gebirge in Xinjiang / Foto: Meng Zhang

Der in der Xinjiang-Provinz im Nordosten Chinas gelegene Tianshan Tianchi Park bedeutet übersetzt Himmlische Berge, Himmlischer See. Die östlichen und südlichen Gegenden um den rund drei Kilometer langen Alpinsee sind mit Pfaden ausgestattet, die eine Wanderung ermöglichen. Wer am Nachmittag nach Abreise der Touristengruppen die Ruhe dieser tollen Landschaft genießen möchte und eine kulturelle Erfahrung sucht, dem wird in den Hochlandbergen der Umgebung in kasachischen Jurten eine urige Unterkunft und lokale Verpflegung geboten. Hier kann man spazieren gehen oder mit Pferden zu den Gletscherebenen reiten. Am besten kommt man im späten Frühling oder frühen Herbst hierher, da die Temperaturen nicht ganz so eisig sind. Selbst im Sommer kann es am Morgen Frost geben.

Tipp: Übernachtet bei einer typisch kasachischen Gastfamilie und lernt so die Kultur und Gepflogenheiten der ehemaligen Nomaden kennen.

 

Yuntaishan Geopark

Das Yuntaishan Gebirge ist einer der UNESCO-Geoparks und liegt in der zentralchinesischen Provinz Henan. Die geologischen Landschaften des Parks entstanden über die Jahre durch tektonische Brüche und Einwirkung von Wasser. Die Besucher erwarten schroffe, häufig in Wolken gehüllte Danxia-Felswände, Karstgebiete sowie Flusstäler, Quellen und Wasserfälle. Man sagt, in diesem Gebirge vereinen sich die Schönheiten berühmter chinesischer Berge. Neben der eindrucksvollen Landschaftsgestaltung zählen das Tal der heißen Quellen, die Qinglongxia Schlucht oder der heilige Gipfel Shengding zu weitere Sehenswürdigkeiten.

Tipp: Nehmt euch zwei Tage Zeit für den weitläufigen Park. Auf keinen Fall verpassen solltet ihr die schönste Stelle des Parks – die Qinglongxia Schlucht. Sie ist durch einen gut ausgebauten Wanderweg verhältnismäßig leicht zugänglich.

 

Mingshashan / Yueyaquan

Nur wenige Kilometer entfernt von der kulturhistorischen Stadt Dunhuang in der Provinz Gansu, an der legendären Seidenstraße gelegen, befindet sich das Tor zum Mingshashan und der Yueyaquan. Der Mingshashan Park liegt inmitten einer Sandwüste, er selbst ist eine 40 mal 20 Kilometer große Sanddüne. Der Sand ist in verschiedenen Farben von rötlich über gelb bis schwarz gefärbt. Am nördlichen Abhang des Hügels ist in einer Oase die etwa 120 mal 25 Meter große neumondförmige Quelle Yueyaquan gelegen. Die Quelle ist glasklar, sodass man den Boden sehen kann. Eine Besonderheit der Natur ist, das diese Quelle sich niemals von Sandstürmen begraben lässt.

Sehenswert sind auch die Mogao Grotten, eine Grottengruppe am östlichen Fuße des rauschenden Sandbergs von der noch über 700 Grotten erhalten geblieben sind. Diese Grotten sind die größten besterhaltenen Relikte des Buddhismus auf der Welt.

Tipp: Die beste Reisezeit ist der Frühsommer von Mai bis Juni, sowie der Spätsommer im September, da sich die Nachttemperaturen um die zehn Grad bewegen und man es am Tag bei durchschnittlichen 30 Grad auch noch gut aushält.

 

Dieser Text wurde uns zur Verfügung gestellt von China Tours. China Tours ist Deutschlands führender Spezialist für China-Reisen. 1996 wurde China Tours von Liu Guosheng in Hamburg gegründet. Der China-Reisen-Experte bietet eines der umfangreichsten und qualitativ hochwertigsten Programme für Reisen ins Reich der Mitte an – in der Gruppe und individuell.