9 alternative Wege nach China

Du willst unbedingt nach China, aber nicht als herkömmlicher Tourist? Wir geben dir 9 Ideen für alternative Wege ins Reich der Mitte.

Wege nach China_Artikel

 Viele Wege führen nach China. Foto: Lisa Niklas

1. Für Kontaktfreudige: Im Hostel aushelfen

Lust, neue Leute aus aller Welt kennen zu lernen und gleichzeitig ein bisschen Taschengeld fürs Reisen zu verdienen? Manche chinesische Hostels bieten einen Schlafplatz und Essen gegen ein paar Stunden Arbeit am Tag an. Gäste empfangen, putzen, aufräumen, Betten machen und das Frühstücksbuffet herrichten gehören zu den typischen Tätigkeiten im Hostel.

Oft ist es möglich, direkt vor Ort nach einem temporären Job zu fragen. Wer den Hostel-Aufenthalt jedoch schon von Zuhause aus planen will, sollte mal einen Blick in das Helpx-Netzwerk wagen. Hier findet man nicht nur Jobs in Hostels, sondern auch private Homestay-Angebote.

2. Für Naturverbundene: Auf einem Ökobauernhof ackern

Biogemüse gibt’s nicht in China? Stimmt nicht! Ihr könnt sogar dabei helfen, es anzupflanzen und auszubuddeln. Auf der Plattform der Organisation Wwoof (Worldwide Opportunities on Organic Farms) China findet ihr gegen einen kleinen Mitgliedsbeitrag eine lange Liste von chinesischen Ökobauernhöfen, die händeringend nach fleißigen Freiwilligen suchen.

3. Für Kinderliebe: In einer Migrantenschule arbeiten

Aufgrund des rigiden Haushaltsregistrierungssystems (Hukou-System) ist es für Kinder von ländlichen Arbeitsmigranten in China schwer, eine reguläre Schule zu besuchen. In Folge eröffneten einige Migrantengemeinden in den Großstädten eigene Schulen, die jedoch aufgrund mangelnder finanzieller Mittel qualitativ schlechter ausgestattet sind als staatliche Schulen. Deshalb sucht die Migrant Children’s Foundation regelmäßig Freiwillige, die einen Monat lang an Migrantenschulen in Peking arbeiten und den Kindern Englisch beibringen, Sportkurse anbieten oder Erste-Hilfe-Arbeit leisten.

4. Für sprachlich Begabte: Deutsch unterrichten

Deutsch als Fremdsprache wird in China immer beliebter. Um einen Job als Deutschlehrer mit Qualität und angemessener Bezahlung zu bekommen, hilft ein entsprechendes Studium oder ein Zusatzzertifikat für Deutsch als Fremdsprache. Das Goethe-Institut zum Beispiel bietet für Hochschulabsolventen aller Fächer einen Fernlehrgang an.

Weitere Infos und Tipps zu den Möglichkeiten, Deutsch in China zu unterrichten inklusive Stellenanzeigen gibt die Website Deutsch lehren China.

5. Für Lehrende: An einem Lektorenprogramm teilnehmen

Der DAAD vermittelt jährlich rund 500 Lektoren mit den Schwerpunkten Deutsch als Fremdsprache sowie Fachlektoren aus unterschiedlichen Gebieten ins Ausland – darunter auch nach China.

Auch die Robert-Bosch-Stiftung schickt in ihrem Lektorenprogramm junge Hochschulabsolventen für ein bis zwei Jahre nach China, um dort an Unis Deutsch zu unterrichten und Bildungsprojekte durchzuführen.

6. Für mutige Jugendliche: Einen Schüleraustausch wagen

Die Zeiten, in denen es etwas Besonderes war, als 16-jähriger ein Jahr in die USA oder nach Australien zu gehen, scheinen vorbei zu sein. China ist das neue Reiseziel vieler abenteuerlustiger Schülerinnen und Schüler. Immer mehr Schulen in Deutschland bieten Chinesischunterricht an und seit einiger Zeit kann Chinesisch sogar als Abiturfach gewählt werden. Damit die so erworbenen Sprachkenntnisse verbessert werden, bieten zahlreiche Organisationen in Deutschland einen Schüleraustausch nach China an. Mehr Infos mit Links zu den einzelnen Organisationen geben die Sinonerds.

Filmtipp: Die Doku „7000 Kilometer Heimweh – Ein Jahr in China“ erzählt die Geschichte von vier deutschen Schülern, die ein Jahr lang im Reich der Mitte verbracht haben.

7. Für Chinesisch-Freaks: Einen Sprachkurs meistern

Mittlerweile gibt es an fast jeder chinesischen Hochschule Sprachkurse, die von Ausländern besucht werden. Vor allem für Studierende deutscher Hochschulen gibt es zahlreiche Stipendien-Programme. Die China-Plattform des deutschen akademischen Austauschdienstes (DAAD) bietet eine erste Anlaufstelle.

8. Für Praxisorientierte: Ein Praktikum absolvieren

Ein Praktikum in China macht sich gut im Lebenslauf. Freie Stellen gibt es beispielsweise bei der Jobbörse der Außenhandelskammer. Erfahrungsberichte könnt ihr bei den Sinonerds nachlesen.

9. Für Weltverbesserer: Entwicklungsprojekte durchführen

Das ASA-Programm vermittelt jährlich Studierende und Absolventen für mehrere Monate in den „globalen Süden“, um dort Entwicklungsprojekte durchzuführen. Ziel ist der Einsatz für eine nachhaltige und verantwortungsvolle Zusammenarbeit in einer global vernetzten Welt. Auch China ist immer wieder mit einigen Projekten dabei.

 

Text: Lisa Niklas