3 Bücher über … Konfuzius

Konfuzius sagt… ja, was eigentlich? Nicht jeder Spruch, der dem großen Weisen in den Mund gelegt wird, stammt auch tatsächlich von ihm selbst. Diese drei Bücher helfen euch, etwas Licht ins Dunkle zu bringen.

Konfuzius

Foto: Bernhard Wintersperger (Flickr)

Für den Einstieg

Der-Konfuzianismus

Wer einen kurzen, prägnanten Einstieg in die Welt des Konfuzianismus sucht, liegt mit diesem Buch des Münchner Sinologieprofessors Hans van Ess genau richtig. Es stellt nicht nur die Lehren des Konfuzius dar, sondern auch deren Entwicklung über gut zweieinhalb Jahrtausende, von den Nachfolgern des Konfuzius wie Mengzi oder Xunzi über die Neokonfuzianer der Song-Zeit bis hin zur Bedeutung des Konfuzianismus im modernen China.

Der Konfuzianismus, C.H. Beck Verlag, 128 Seiten, 8,95 EUR, erhältlich hier

 

Für die Arbeit

Konfuzius-Management

Konfuzius würde sich wahrscheinlich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, wozu sein Name und seine Lehren heute missbraucht werden. Dass es seinen philosophischen Mitstreitern, wie etwa dem Daoisten Laozi oder dem Kriegsstrategen Sunzi, nicht besser ergangen ist, dürfte ihn da nur wenig beruhigen. Sie alle müssen heute herhalten, um gestressten Managern das (Arbeits-)Leben zu erleichtern oder um uns allem im Kampf gegen die Widrigkeiten des Lebens bei Seite zu stehen. Konfuzius im Management von Werner Schwanfelder ist nur eines von vielen Büchern zu diesem Thema. Ernst nehmen muss man es nicht unbedingt – es ist aber durchaus interessant, wie die Jahrtausende alte Staatsphilosophie des Konfuzius so verbogen werden kann, dass sie sich auf die moderne Arbeitswelt anwenden lässt.

Konfuzius im Management, Campus Verlag, 244 Seiten, 6,38 EUR, erhältlich hier

 

Für die Wahrheit

Konfuzius-Gespraeche

Wer wissen will, was Konfuzius wirklich gesagt hat, kommt nicht drum herum, seine in den Gesprächen (Lunyu) gesammelten Aussprüche zu lesen. Übertragungen ins Deutsche gibt es viele. Am bekanntesten ist sicher die Übersetzung von Richard Wilhelm, die der Missionar zu Beginn des 20. Jahrhunderts erstellt hat. Heute gilt sie jedoch als veraltet und überholt. Empfehlenswert ist hingegen beispielsweise die Übertragung von Ralf Moritz. Sie besitzt zwar nicht die sprachliche Schönheit der Wilhelm’schen Übersetzung, hält sich dafür jedoch genauer an das chinesische Original.

Gespräche, Reclam Verlag, 217 Seiten, 5,00 EUR, erhältlich hier

 

Text: Sven Hauberg / Cover: Verlage