21China TV: Qixi – Das Fest der Liebenden

Heute ist chinesischer Valentinstag – genannt Qixi. Wir erklären euch, was es damit auf sich hat und warum die moderne Liebe in China weit weniger romantisch ist, als die Legende um Qixi vermuten lässt.

Heiratsmarkt-Shanghai

Die Qual der Wahl: Shanghaier Heiratsmarkt / Foto: 21China

Der Ursprung des Qixi-Fests geht auf eine uralte Liebesgeschichte aus der Han-Dynastie zurück: Der mittellose Kuhhirte Niulang und die wunderschöne Fee Zhinü waren glücklich ineinander verliebt. Doch der Himmelskaiser war gegen die unschickliche Verbindung und wies die Himmelskaiserin an, Zhinü wieder zurück in den Himmel zu holen. Doch der Kuhhirte Niulang folgte seiner geliebten Frau in den Himmel. Und so blieb der Himmelskaiserin nichts anderes übrig, als mit einer Haarnadel eine Linie durch den Himmel zu ziehen, so dass die beiden Liebenden auf immer getrennt würden. So entstand die Milchstraße.

Zum Glück hatten die Elstern Mitleid und bauten eine Brücke über die Milchstraße, damit Niulang und Zhinü sich wiedersehen konnten. Und auch der Himmelskaiser war gerührt und zeigte Erbarmen mit dem Liebespaar. Er erlaubte ihnen, sich einmal im Jahr, genauer am siebten Abend des siebten Mond-Monats – genannt Qixi – auf der Brücke zu treffen.

Bis heute treffen sie sich einmal im Jahr auf der Liebesbrücke. Und wer genauer hinschaut, kann jedes Jahr am Qixi-Fest die beiden Liebenden in Form zweier Sterne am Himmel sehen.

Heute ist die Liebe anders: Kurzfilm über Shanghaier Heiratsmarkt

Auch heute noch hoffen viele Chinesen auf eine Liebe so groß wie die zwischen Zhinü und Niulang – im modernen China ein schwieriges Unterfangen. Denn viele junge Leute sind bei der Suche nach dem Liebesglück von den oftmals viel pragmatischeren Eltern abhängig.

Dieses Problem zeigt auch folgender Kurzfilm über den Shanghaier Heiratsmarkt. Hier sieht man ein chinesisches Ehepaar, dass sich auf die Suche nach der perfekten Ehefrau für ihren Sohn macht und dabei beinahe an den eigenen Ansprüchen scheitert. Und am Ende kommt es doch ganz anders.

 

Text: Lisa Niklas