Zahl deutscher Studenten in China steigt auf Allzeit-Hoch

Deutsche Studenten sehen China zunehmend als attraktives Land für Studium und Praktika. Ihre Zahl wird bis 2015 von 6.271 auf 20.000 steigen. Für Arbeitgeber entwickeln sich Praktika zu einem wichtigen Baustein eines Talent-Pools.

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Die Bedeutung Chinas für die deutsche Wirtschaft schlägt sich mittlerweile auch im Interesse deutscher Studenten an der Volksrepublik nieder. Immer mehr deutsche Studierende entscheiden sich für ein Studium in der Volksrepublik. Ihre Zahl stieg von 2.187 im Jahr 2004 auf  6.271 im Jahr 2012. Bis 2015 sollen es sogar 20.000 werden. Darauf hat man sich im Rahmen der Regierungskonsultationen geeinigt.

Mehr als 800 deutsch-chinesische Hochschulkooperationen befeuern das Interesse an China. Staatliche und private Hochschulen haben Auslandssemester und Austauschprogramme fest in ihr Studienprogramm integriert und bieten den Studenten so eine breite Auswahl an Programmen.

Doch auch Deutschland ist als Studienziel beliebt. Die Chinesen stellen mit 24.000 Studierenden in Deutschland seit Jahren die größten Gruppe ausländischer Studenten.

 

Praktika werden immer beliebter

Neben einem Studium sehen Studenten zunehmend ein Praktikum in China als elementaren Karrierebaustein. „Heutzutage erwarten die Unternehmen von Top-Kandidaten auch erste Erfahrungen in China – meist im Rahmen von Praktika oder Auslandssemestern“, meint Dirk Mussenbrock, der mit dem Stellenportal SinoJobs und den Job-Messen SinoJobs Career Days europäische Unternehmen bei der Rekrutierung von chinesischen und europäischen Fach- und Führungskräften mit China-Fokus unterstützt.

„Für europäische Unternehmen entwickelt sich der Einsatz von Praktikanten in den chinesischen Einheiten als fester Bestandteil der Personalplanung. Sie ermöglichen frühzeitig den Aufbau eines Talent-Pools,“ so Mussenbrock.

Die Zahl deutscher Unternehmen in der Volksrepublik China steigt kontinuierlich. Aktuell rechnet man mit ca. 6.500 Unternehmen, die über eine Tochtergesellschaft oder ein Joint-Venture in China aktiv sind.

 

Foto: ahenobarbus (Flickr)