Wofür man 4 Billionen Dollar ausgeben kann

Die mächtigsten Menschen Chinas sollen seit dem Jahr 2000 die unglaubliche Summe von fast 4 Billionen Dollar ins Ausland geschafft haben. Wir haben ein paar Vorschläge, was man mit dem Geld alles hätte machen können.

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Wie gestern bekannt wurde, sollen Chinas Mächtige und Reiche in den letzten 13 Jahren die unvorstellbare Summe von umgerechnet bis zu 4 Billionen US-Dollar über Briefkastenfirmen ins Ausland geschleust haben. Das entspräche in etwa dem jährlichen Bruttoinlandsprodukt Deutschlands.

Aus den von Offshore-Leaks bereitgestellten Daten gehe hervor, dass viele hochrangige Politiker und deren Familien hinter den Geldströmen steckten – darunter auch Verwandte Xi Jinpings, Wen Jiabaos, Li Pengs, Hu Jintaos und sogar Deng Xiaopings. Das Problem bei der Sache: die derzeitige Regierung hat Nepotismus und Korruption offiziell den Kampf angesagt.

 

Wohin sonst mit dem ganzen Geld? Wir hätten da ein paar Vorschläge.

Man hätte jedem Menschen auf der Welt ein iPhone 5S kaufen können.

Man hätte die nächsten 150 Olympischen Spiele in unterschiedlichen chinesischen Städten austragen können.

Man hätte eine ganze Megacity bestehend aus 4.705 Shanghai World Financial Centern bauen können.

Man hätte allen 78 Millionen Mitgliedern der Kommunistischen Partei je 8 Rolex Submariner Armbanduhren kaufen können.

Alle 1,3 Milliarden Einwohner Chinas hätten nach Paris fliegen und sich dort je 3 Louis Vuitton Handtaschen kaufen können – und hätten danach noch etwas Taschengeld für Hotel und Essen übrig.

Man hätte sich die 18 größten ausländischen börsennotierten Unternehmen der Welt kaufen können, also Apple, Exxon Mobil, Microsoft, IBM, Shell, General Electric, Chevron, Walmart, Nestlé, Berkshire Hathaway, AT&T, Procter & Gamble, Samsung, Johnson & Johnson, Wells Fargo, BHP Billiton, JPMorgan Chase und Petrobras.

Man hätte eine Hochgeschwindigkeitsstrecke für die chinesischen Zefiro-Züge bauen können, die sich insgesamt 12 Mal um den Erdball schlängelt.

Man hätte 133 Flugzeugträger vom Typ Liaoning bauen können, um das Ostchinesische Meer gegen Japan zu verteidigen.

Und am schlimmsten: Man hätte sicherlich viel gegen die sozialen Missstände im eigenen Land tun können – vom Welthunger ganz zu schweigen.

Text: Adrian Kummer / Foto: Robert Young (Flickr)