Vermisster Flug gibt weiter Rätsel auf

Noch immer konnten keine Wrackteile vom Flug MH370 gefunden werden. Ohne sie ist die Ursache des Absturzes nicht zu klären. So gibt das Verschwinden weiter Rätsel auf. Auch der Terrorverdacht lässt sich nicht bestätigen.

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Noch immer fehlt jede Spur der Malaysian Airlines Maschine, die am frühen Samstagmorgen zwischen Malaysia und Vietnam ins Meer stürzte.

Eine groß angelegte Suchaktion im Südchinesischen Meer mit 34 Flugzeugen und 40 Schiffen aus 10 Ländern blieb bislang erfolglos. Mutmaßliche Spuren erwiesen sich als Fehlalarm. So auch ein Objekt, das ein Wrackteil hätte sein können. Ebenso eine entdeckte Ölspur, die jedoch von einem gewöhnlichen Frachtschiff stammt.

Wir rätseln genauso“, sagte der Direktor der malaysischen Luftverkehrsbehörde, Azharuddin Abdul Rahman. “Um zu bestätigen, was wirklich passiert ist, brauchen wir klare und konkrete Beweise oder Teile des Flugzeugs.” Was bleibt sind Vermutungen und Spekulationen: Ein ranghoher Offizieller, der an den Untersuchungen in Malaysia beteiligt ist, sagte: “Dass wir bislang keine Trümmerteile finden konnten, deutet darauf hin, dass die Maschine wahrscheinlich in 35.000 Fuß (Anm. d. Red.: etwa 10.500 Meter) Höhe auseinander gebrochen ist.”

 

Terrorverdacht wegen gestohlenen Pässen vermutlich unbegründet

Verdacht auf einen terroristischen Hintergrund weckte die Nachricht, dass zwei Passagiere mit geklauten Pässen an Bord waren. Die Ermittlungen gingen in “alle Richtungen”, so Rahman. Die beiden Pässe wurden in Thailand als gestohlen gemeldet und gehörten einem Österreicher und einem Italiener. Aus den Sicherheitsvideos geht hervor, dass die beiden Männer “asiatische Gesichtszüge” hatten, wie der malaysische Innenministers Datuk Seri Zahid Hamidi bekannt gab. Wahrscheinlich ist jedoch, dass die beiden Männer die Pässe zu Einwanderungszwecken nutzen wollten. Beide hatten Tickets mit Endzielen in der EU gekauft.

Beunruhigend ist, dass die beiden Männer mit gestohlenen und bei Interpol gemeldeten Pässen an Bord der Maschine gelangten. Eine Untersuchung des Sicherheitsprozesses wurde angeordnet.

 

Kaum noch Hoffnung für die Opfer

China schickte ein Team von Experten aus verschiedenen Gebieten zur Unterstützung nach Kuala Lumpur. Doch für die 239 Menschen aus über 12 Ländern bleibt wenig Hoffnung. Angehörige der Passagiere warten noch immer am Pekinger Flughafen auf weitere Informationen. Ihnen wurde mitgeteilt, sie müssen mit dem Schlimmsten rechnen.


Text: Verena Weber / Foto: Flox Papa (Flickr)