Messerattacke in Xinjiang fordert erneut Todesopfer

Die Terrorserie in China reißt nicht ab. In der Provinz Xinjiang tötete eine mit Messern bewaffnete Gruppe am Montagmorgen 13 Menschen.

Flagge-Uiguren

Flagge der uigurischen Unabhängigkeitsbewegung

Bei einem Terroranschlag in der chinesischen Uigurenprovinz Xinjiang kamen erneut dutzende Menschen ums Leben. Bereits am Montagmorgen habe eine mit Messern bewaffnete Gruppe ein Polizeirevier und Regierungsbüros im Kreis Yarkant (Shache) gestürmt, so örtlichen Behörden. Die Angreifer töteten dabei 13 Menschen. Unter den Opfern seien sowohl Uiguren als auch Han-Chinesen gewesen. Nachdem die Gruppe weiterzog, griffen sie Zivilisten an und warfen Autos um.

Die Polizei hat zahlreiche Angreifer erschossen und festgenommen. Der Weltkongress der Uiguren behauptet, dass mehr als 20 Uiguren erschossen und zehn weitere verletzt worden seien. Unter Berufung auf örtliche Quellen gehen die Aktivisten von 67 Festnahmen aus.

Terrorserie reißt nicht ab

Erste Ermittlungen weisen auf einen geplanten Terrorangriff hin. In den letzten Monaten kam es immer wieder zu Anschlägen in Xinjiang, aber auch fernab der Heimat der Uiguren in Peking, Kunming und Guangzhou.

Die Terrorwelle ist auf die immer stärker werdenden Spannungen zwischen Han-Chinesen und Uiguren zurückzuführen. Viele Uiguren nehmen die Han-Chinesen in ihrer Heimat Xinjiang als Besatzer wahr, fühlen sich wirtschaftlich, politisch und kulturell unterdrückt. Im Gegenzug wirft die chinesische Regierung der Minderheit Separatismus vor.

 

Text: Adrian Kummer