Die 7 verrücktesten WM-Geschichten aus China

China gilt als Produzent kurioser Nachrichten schlechthin. Und natürlich haben die Chinesen auch zur Fußball-WM einige verrückte Geschichten in petto.

Luis-Suarez-Flaschenöffner

Luis-Suarez-Flaschenöffner

Stilecht aufgebissen: Luis Suarez als Flaschenöffner / Foto: Ebay

Findige Geschäftsleute machen sich über das Online-Shopping-Portal Taobao die Beißattacke von Uruguays Stürmer Luis Suarez zunutze. So konnte man in China nur wenige Tage nach dem Skandal einen Luis-Suarez-Flaschenöffner kaufen, der einem während der WM-Spiele stilecht die Bierflaschen aufbeißt.

Fußball bis zum Umfallen

Mindestens drei Chinesen kamen während der WM ums Leben, weil sie für die Live-Übertragungen zu lange wach blieben. Die elfstündige Zeitverschiebung zwischen Brasilien und China ließ hartgesottenen chinesischen Fußballfans keine andere Wahl, als an Werktagen komplett auf Schlaf zu verzichten. Gepaart mit dem ohnehin schlechten Gesundheitszustand einiger Fans führte der Schlafmangel zu Schlaganfällen und Herzinfarkten in ganz China.

Ihrer Gesundheit zuliebe ließen sich einige Zuschauer deswegen bereits im Vornherein krankschreiben.

Zahl der Selbstmorde steigt

Doch nicht alle WM-bedingten Todesfälle in China sind Unfälle. Der Fußballstress nimmt einige Chinesen mitunter so sehr mit, dass sie sich selbst das Leben nehmen. Oftmals sind hohe Wettschulden Anlass für den Freitod. Aber auch Streitereien innerhalb der Familie. Eine Frau stürzte sich in der Provinz Liaoning aus dem Fenster, weil ihr Mann mitten in der Nacht in einer Bar Fußball schauen wollte und die Frau deswegen zuhause sitzen ließ.

Lösegeld gegen Wettschulden

Eine Studentin, die während der WM Wettschulden in Höhe von 1.000 Yuan (120 Euro) anhäufte, täuschte ihre Entführung vor, um von ihren Eltern 20.000 Yuan (2.400 Euro) Lösegeld zu erpressen. Die Polizei fand die Studentin jedoch in der Wohnung von Freunden – natürlich beim Fußballschauen.

Fehlgeburt vor dem Fernseher

Eine schwangere Frau erlitt in Chongqing während des Deutschlandspiels gegen Portugal eine Fehlgeburt. Die 26-Jährige Deutschlandanhängerin bekam nach dem dritten Tor von Thomas Müller heftige Bauchschmerzen, gefolgt von starken Blutungen. Im Krankenhaus diagnostizierten die Ärzte schließlich die Fehlgeburt.

Versicherungen gegen Übermüdung, Hooligans und Alkoholvergiftungen

Die kuriosen Unfälle haben auch den Geschäftssinn der chinesischen Versicherungen geweckt. Policen im 3-Yuan-Bereich (0,35 Euro) schützen die Versicherten vor Krankenhauskosten infolge von Alkoholvergiftungen, Schlafmangel und sogar nach Hooligan-Attacken.

Shopping-Wut bei chinesischen Reportern

WM-Fanshop

WM-Fanshop in Brasilien / Foto: Jorge in Brazil (Flickr)

Die chinesischen Reporter, die für Chinas Medien aus Brasilien berichten, stürmen auch bei dieser WM wieder die lokalen Souvenirläden. Bereits 2010 deckten sich die Medienvertreter aus Fernost in Südafrika mit Bergen von Fanartikeln ein.

Auch dieses Jahr scheinen die Chinesen wieder die Fanshops leer zu kaufen. Viele warten jedoch noch bis zum Preissturz gegen Ende des Turniers, um mit einem Koffer voller Schnäppchen nach Hause fahren zu können.

 

Text: Adrian Kummer