5 chinesische Eier-Gerichte für Ostern

In China feiert man zwar kein Ostern. Wie man leckere Eier zubereitet, wissen die Chinesen aber trotzdem. Wir stellen euch fünf chinesische Eier-Gerichte zum Osterfest vor.

1. Tee-Eier (茶叶蛋, chaye dan)

Tee-Eier im Sud

Tee-Eier im Sud / Foto: joo0ey (Flickr)

Nein, mit Tee-Eiern brüht man nicht nur Tee auf! Tee-Eier kann man auch essen! Gekocht mit Teeblättern und verschiedenen Gewürzen, bieten sie den perfekten Snack für zwischendurch – oder auch für das Osterfrühstück. Und mit diesem Rezept könnt ihr selbst Tee-Eier herstellen.

ZUTATEN

  • Zwei Eier
  • 1-2 EL schwarzer Tee
  • 1 EL Fünf-Gewürze-Pulver
  • 2 EL Sojasoße
  • 1 EL Salz

ZUBEREITUNG

Wasser mit den Gewürzen aufkochen. Wenn es kocht, die Hitze zurücknehmen und die Eier in dem Sud hart kochen. Nach einigen Minuten die Schale rundherum mit einem Löffel anschlagen, aber nicht abschälen. Mindestens eine Stunde ziehen lassen. Je länger die Eier in der Brühe schwimmen, desto besser werden sie!

 

2. Hundertjährige Eier (皮蛋, pidan)

Hundertjährige Eier

Hundertjährige Eier umringt von weiteren Köstlichkeiten / Foto: cherrylet (Flickr)

Obwohl man es den Chinesen durchaus zutrauen könnte: Hundertjährige Eier werden nicht hundert Jahre lang unter der Erde verbuddelt, um dann von den Nachfahren in einem großen Festakt verspeist zu werden. Gut 100 Tage braucht der Prozess der Zubereitung aber schon.

Zur Herstellung werden meist Enteneier verwendet, die in einem Brei mit Zutaten wie Szechuanpfeffer, Piniennadeln, gebranntem Kalk, Holzasche und Sägespäne eingelegt werden. Dadurch bekommt das Ei eine bernsteinfarbene, gelatinöse Konsistenz. Ungekühlt sind hundertjährige Eier bis zu drei Jahre haltbar. Sie können in fast jedem asiatischen Supermarkt erworben werden und zum Beispiel mit Tofu oder in der Reissuppe verspeist werden.

 

3. Taiwanesisches Austern-Omelette (蚵仔煎, o-a-jian )

Austern-Omelette-Nachtmarkt-Taiwan

Austern-Omelette auf einem taiwanesischen Nachtmarkt/ Foto: eazy traveler (Flickr)

In Taiwan findet man Austern-Omelette auf jedem Nachtmarkt. Das Omelette wird, wie der Name schon sagt, mit Austern zubereitet. Besonders ist auch, dass die Basis nicht nur aus Eiern, sondern ebenfalls aus einer Mischung aus Wasser und Süßkartoffel- bzw. Tapioka-Mehl besteht. Dazu wird eine scharfe Sauce mit Zitronensaft gereicht.

 

4. Eiertörtchen (蛋挞, dan ta)

Chinesische Eier-Törtchen

Eiertörtchen vom Konditor/ Foto: variationblogr (Flickr)

Die in Portugal als pasteis de nata bezeichneten Eiertörtchen gelangten von der portugiesischen Kolonie Macau aus ins Festland. Heute findet man sie überall: Selbst KFC hat die süßen Törtchen im Sortiment. Es ist recht schwierig, die Eiertörtchen selbst zuzubereiten. In Deutschland bekommt man sie manchmal in Cafés und Konditoreien.

 

5. Rühreier mit Tomaten (西红柿炒鸡蛋, xihongshi chao jidan)

Chinesisches Mittagessen mit Tomaten-Rühreiern

Rühreier mit Tomaten und andere Gerichte zum Mittagessen/ Foto: clgregor (Flickr)

Dieser Klassiker schmeckt wirklich jedem Ausländer auf der China-Reise! Fast jedes chinesische Restaurant bietet dieses simple, aber leckere Gericht an. Weil es so einfach ist, kann man es auch gut zu Hause nachkochen. Hier unser Rezept:

ZUTATEN (für zwei Personen)

  • zwei gewürfelte und gehäutete Tomaten
  • Vier Eier
  • Olivenöl
  • 1 TL Sesamöl
  • 2 TL Reisessig
  • 1 TL Maisstärke
  • 1 TL Zucker
  • gehackte Frühlingszwiebeln (in den „weißen“ und den „grünen“ Teil getrennt)
  • Salz und Pfeffer

ZUBEREITUNG

Eier verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Den weißen Teil der Frühlingszwiebel und das Sesamöl hinzufügen. Gut verrühren.

Olivenöl in der Pfanne erhitzen, Ei-Mischung zugeben und verrühren. Etwa zwei Minuten braten. Dann das Ei herausnehmen und die Tomaten in genügend Olivenöl braten. Reisessig und Zucker hinzufügen. Einige Minuten köcheln lassen.

Die Ei-Mischung zurück in die Pfanne geben und den grünen Teil der Frühlingszwiebel hinzugeben. Maisstärke und einen TL Wasser in einer kleinen Schüssel verrühren und zur Tomate-Ei-Mischung geben. Fertig!

 

Text: Lisa Niklas