Flug MH370: Absturz auf dem Weg nach Peking

Noch immer fehlt jede Spur vom Malaysia Airlines Flug MH370. Die Maschine vom Typ Boeing 777-200 stürzte am frühen Samstagmorgen mit 239 Menschen an Bord 220 Kilometer vor der malaysischen Küste ins Meer.

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Das Flugzeug war auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking. Insgesamt befanden sich 152 Chinesen an Bord der Maschine. Derzeit versucht die chinesische Regierung gemeinsam mit Vietnam und Malaysia alles, um die Maschine ausfindig zu machen. Am Flughafen der chinesischen Hauptstadt kümmern sich derweil Psychologen und Betreuer um die Angehörigen der Opfer.

Wieso das Flugzeug plötzlich vom Radar verschwand, ist immer noch unklar. „In der Region, in der die Maschine verschwand, wurde zu dem Zeitpunkt keine ungewöhnliche Wetterlage gemeldet“, erklärte Pham Quy Tieu, der stellvertretende vietnamesische Verkehrsminister. Der Pilot habe auch keinen Notruf abgesetzt. Der Funkkontakt sei eine Minute vor Erreichen des vietnamesischen Luftraums abgerissen.

Ein Sprecher der Nationalen Rettungskräfte, Generalleutnant Pham Hoai Giang, bestätigte den Absturz gegenüber der Zeitung “VTC News”. Flugzeuge und Schiffe aus China, Vietnam, Malaysia, Singapur und den Philippinen wurden geschickt, um das Seegebiet südwestlich der Südspitze von Vietnam nach dem Flugzeug abzusuchen, wie chinesische Staatsmedien berichten. Demnach ist das chinesische Rettungsschiff „Haixun 31“ ausgelaufen und sucht nach möglichen Opfern. Auch die „Südseeflotte“ der chinesischen Armee ist in Einsatzbereitschaft versetzt worden.

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping und Regierungschef Li Keqiang forderten die Luftverkehrs- und Transportbehörden auf, ihre Kommunikation mit den Behörden der anderen Länder zu verstärken.

Malaysia Airlines gilt eigentlich als sehr zuverlässige Airline. Zudem gilt die Boeing 777 seit Jahrzehnten als eines der sichersten Passagierflugzeuge der Welt.

Text: Adrian Kummer